Allgemein

Wir starten heute ein neues Projekt.

Den offiziellen Start für ejoPRO – Plattform für Beweger*innen gab es bei der 19. Vollversammlung der ejo am 6. März 2016 im Blockhaus Ahlhorn. Mit einer Präsentation habe ich das Projekt vorgestellt und dabei ungefähr Folgendes gesagt (wobei dies hier mein Manuskript war – wer mich kennt, weiß, dass ich im wirklichen Leben immer von der Vorlage abweiche …):

I.

Das ist Vivien. Vivien ist in der ejo aktiv.

Das ist Tim. Tim ist auch bei der ejo.

Und das ist Sarah. Auch Sarah engagiert sich bei der ejo.

Wenn Sarah und Tim und Vivien gemeinsam ein Projekt starten wollen, dann setzen sie sich zusammen, tauschen Ideen aus und entscheiden, verteilen Aufgaben und verabreden sich für ein nächstes Treffen.

Zuhause arbeiten sie an dem Projekt weiter. Um die anderen auf dem Laufenden zu halten, schicken sie sich Mails und nutzen Clouddienste wie Dropbox und Google, oder sie schreiben sich Nachrichten über WhatsApp.

Als sie sich das nächste Mal treffen, reden sie darüber, wie unübersichtlich das mit WhatsApp und den Mails ist. Und sie haben ein mulmiges Gefühl, weil sie Dateien und Fotos bei Google und in der Dropbox gespeichert haben. Wer kann auf die Daten zugreifen? Sind sie dort wirklich sicher?

Es wäre schön, sagen Vivien und Sarah und Tim, wenn wir uns um die Sicherheit der Daten keine Sorgen machen müssten. Und es wäre schön, sagen sie, wenn wir eine Software hätten, die uns bei den Projekten unterstützen würde. Mit To-do-Listen, einem Terminplan, einem Chat. Noch besser wäre es, wenn das alles zusammen an einer Stelle wäre. Also die Daten und die Werkzeuge für die Zusammenarbeit – alles an einem Ort.

Klingt wie ein Märchen? Stimmt. Es ist ein Märchen. In Wirklichkeit arbeiten Tim und Sarah und Vivien nämlich schon längst mit Protonet. Protonet ist eine Plattform für Zusammenarbeit, Kommunikation und Datenspeicherung. Das besondere ist, dass man bei Protonet die Daten in der eigenen Hand behält. Sie werden nämlich auf einem Private Cloud Server gespeichert. Nicht bei Google und auch nicht in der Dropbox. Der Protonet-Server, das ist diese orangene Box. Darauf läuft eine Software, mit der man Projekte organisiert und sich miteinander austauscht.

Eine solche Box haben wir seit einem Jahr im Landesjugendpfarramt. Mittlerweile nutzen alle Hauptamtlichen der ejo diese Plattform. Und der ejo-Vorstand, also auch Vivien und Sarah und Tim.

Eigentlich schade, dass nicht auch alle anderen Ehrenamtlichen der ejo Protonet nutzen können. Zum Beispiel für die Vorbereitung von Freizeiten. Oder als Lernplattform für Schulungen. Oder für ein Projekt über alle Kirchenkreisgrenzen hinweg, in dem es um Geflüchtete geht. Oder für den Erfahrungsaustausch. Oder einfach, um miteinander in Kontakt zu bleiben, nachdem man sich bei den Himmlischen Fortbildungstagen oder in der Vollversammlung kennengelernt hat. Eigentlich schade, dass nicht alle Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen gemeinsam eine solche Plattform haben.

II.

Finden wir auch. Und darum starten wir heute ein neues Projekt. Und wir nennen es:

ejoPRO – Plattform für Beweger*innen.

Dreh- und Angelpunkt des Projektes ist eine solche orangene Box von Protonet. Sie ist zukünftig die technische Basis für die Kooperation und Kommunikation der ejo. Die Box funktioniert wie eine Cloud, denn sie ist von jedem Ort der Welt erreichbar, an dem es einen Internetzugang gibt. Übrigens auch vom Handy aus. Sie ist der Server, auf dem wir Dateien gemeinsam nutzen, uns austauschen, Termine verabreden, Todo-Listen anlegen und und und. Denn auf ihr ist eine sogenannte Groupware installiert, die das kann.

Mit dieser Plattform werden wir gemeinsam Projekte der ejo entwickeln. Sie ermöglicht uns grenzenlose Kooperation. Wir machen unsere Welt zu einer riesigen Ideenschmiede. Und das nicht nur virtuell, sondern ganz real: Wann immer wir uns treffen, um gemeinsam an Projekten und Ideen zu basteln, haben wir alle erforderlichen Daten verfügbar. Wir können noch einmal nachsehen, wann wir über welche Frage gechattet haben, welche Aufgaben mittlerweile erledigt sind, wen wir noch beteiligen müssen.

Und für diese Kommunikation, für diese Zusammenarbeit sind wir nicht mehr auf die Datenfresser in den Wolken angewiesen. Die ejo holt sich ihre Datenhoheit zurück und kann ihre Projekte fortan ohne WhatsApp, Google, Dropbox und Co. bewegen. Für jede Datei, für jedes Projekt, für alles, was auf Protonet bewegt wird, kann einzeln festgelegt werden, wer darauf zugreifen darf. ejoPRO – Plattform für Beweger*innen: Das ist unsere Antwort auf den Kontroll- und Datensammelwahn der großen Diensteanbieter. Wir achten die Privatsphäre, wir achten auf Datensicherheit. Und zugleich nutzen wir die Chancen der digitalen Welt in Sachen Kooperation und Kommunikation.

Bei ejoPRO geht es um Partizipation. Wir wollen allen Teams, allen Vorständen, Projektgruppen, Mandatsträger*innen, allen Aktiven der ejo die Chance geben, diese Plattform für Beweger*innen zu nutzen. Und weil wir es ernst meinen mit der Partizipation, wollen wir diese Box in die Hände von Ehrenamtlichen geben.

III.

Die inhaltliche Leitung des Projektes soll durch ein Team von Ehrenamtlichen wahrgenommen werden – das E-Team. Dafür suchen wir möglichst aus jedem Kirchenkreis ein bis zwei Ehrenamtliche und ein Mitglied des ejo-Vorstandes, die das Projekt konzeptionell weiterentwickeln, und die Administration der Benutzer*innen – pardon, der Beweger*innen übernehmen. Zur Beratung und für technische Fragen steht dem E-Team die Protonet-Crew des Landesjugendpfarramtes zur Seite.

Protonet lässt sich recht intuitiv benutzen. Trotzdem ist hilfreich, als Nutzer*in eine Einführung zu bekommen. Wir schlagen vor, dass mit Webinaren zu machen. Doch auch diese Aufgabe sollte mittelfristig über das E-Team geregelt werden.

Natürlich gibt es Nutzungsregeln und eine Netiquette, aber  diese Details sind jetzt und hier noch nicht dran.

Jetzt geht es darum, ejoPRO zu starten. Die technischen Voraussetzungen sind fertig. Die Protonet-Crew im Landesjugendpfarramt steht bereit. Die ersten Nutzungsaccounts können sofort eingerichtet werden. Ihr könnt sofort beginnen. Parallel suchen wir 8 bis 12 Ehrenamtliche für das E-Team, die die Plattform für Beweger*innen weiter in Bewegung bringen. Es wäre schön, wenn wir bis Mitte April eine erste Gruppe zusammenhätten. Und dann geht es los.

Viven und Tim und Sarah nutzen weiter Protonet. Alle anderen, die auch etwas bewegen wollen in der ejo, können das ab sofort auch tun. Und zwar Ehrenamtliche und Hauptamtliche. Regional und grenzenlos.

Infos und Details findet ihr unter www.protonet.ejo.de.

über

Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Ev.-luth. Landesjugendpfarramt Oldenburg. Gehört dort zur Protonet-Crew und steht dem Projekt ejoPRO hilfreich zur Seite.

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